NOTIZEN vom 21. Mai

SWP 21.05.2012

Klage gegen Facebook

Unmittelbar nach dem holprigen Börsengang steht dem Online-Netzwerk Facebook juristischer Streit ins Haus: US-Internetnutzer reichten eine Sammelklage wegen der angeblichen Verletzung ihrer Privatsphäre ein. Demnach geht es um Schadensersatzforderungen von bis zu 15 Mrd. Dollar (rund 11,8 Mrd. EUR).

Dispozins zu hoch

Den Verbrauchern in Deutschland sind die Zinsen für die Überziehung ihres Girokontos viel zu hoch. Daher sind 53 Prozent laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" für eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen. Derzeit liegt der Zinssatz im Schnitt bei über 10 Prozent.

Carsharing mit E-Autos

Die Deutsche Bahn und der französische Autohersteller Renault planen ein gemeinsames Carsharing-Angebot in Berlin. Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" wollen die Partner bis zu 100 kleine Elektroautos einsetzen. Start des Projekts soll noch diesen Sommer sein.

Günther Oettinger warnt

EU-Kommissar Günther Oettinger hat vor einem Scheitern der Energiewende in Deutschland gewarnt und eine bessere Abstimmung der Energiepolitik angemahnt. Ob die Energiewende gelinge, sei "völlig offen", sagte Oettinger der "Welt am Sonntag". Niemand könne sagen, ob erneuerbare Energien die Kernkraft ersetzen könnten und die Stromversorgung sicher und bezahlbar bleibe.

Verlagerung geprüft?

Ähnlich wie beim Erfolgsmodell "Astra" hat Opel laut Bochumer Betriebsrat auch beim "Zafira" eine Produktionsverlagerung in ein kostengünstigeres Werk ausgelotet, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Opel dementiert dies.

Protest gegen Banken

Mehr als 20 000 Menschen haben in Frankfurt gegen die EU-Krisenpolitik und die Macht der Banken demonstriert. Sie folgten einem Aufruf des so genannten Blockupy-Bündnisses. Die von der Stadt befürchteten Ausschreitungen blieben aus.

Gelassene Unternehmer

Erstaunlich gelassen betrachten deutsche Unternehmen laut einer Studie eine drohende Eskalation der Eurokrise. Obwohl fast 4 von 5 Firmen damit rechnen, dass der Krisen-Höhepunkt erst noch bevorsteht, erkennen nur 12 Prozent einen hohen Einfluss auf die eigenen Geschäfte, ergab eine Befragung der Unternehmensberatung Roland Berger.