ENBW erreicht Vergleich

Der bundesweit drittgrößte Stromversorger ENBW (Karlsruhe) bekommt einen finanziellen Ausgleich für den Weiterbetrieb eines unrentablen Kraftwerks, um die Energiewende abzusichern. Das Unternehmen hat sich mit dem Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW auf den deutschlandweit ersten Vertrag für die Bereithaltung von Reservekraftwerken geeinigt. Über die Höhe der Erstattung wollte die ENBW nichts sagen. Sie bewertete das Ergebnis aber als "in weiten Teilen zufriedenstellend". Die Kosten werden am Ende über erhöhte Netzentgelte auch auf die Verbraucher abgewälzt. Wie hoch diese allerdings sind, ist noch unklar. Die Bundesnetzagentur wacht darüber, dass Stromkunden nicht unangemessen belastet werden.

Beitragssatz gesenkt

Die Krankenkasse BKK VerbundPlus hat ihren Beitragssatz für kommendes Jahr von 15,5 auf 15,2 Prozent gesenkt. Damit liegt sie um 0,3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Krankenkassen. In unserer gestrigen Aufstellung war die BKK Verbund, die 80 000 Versicherte zählt, versehentlich nicht erwähnt worden. Zum 1. Januar fusioniert sie mit der BKK Kassana. Firmensitz ist dann München, die Hauptverwaltung ist in Biberach.

Kaufofferte an Gagfah

Der Immobilienkonzern Deutsche Annington (Bochum) treibt die Übernahme von Gagfah voran. Er legte den Gagfah-Anteilseignern seine Kaufofferte vor. Für 14 Gagfah-Papiere werden den Aktionären 122,52 EUR in bar plus fünf neue Aktien geboten.

Österreich verklagt Bayern

Wegen angeblicher Täuschung beim Rückkauf der Krisenbank Hypo Alpe Adria (HGAA) verklagt Österreich die BayernLB vor dem Handelsgericht Wien auf 3,5 Mrd. EUR. Die Bayern sollen den tatsächlichen Kapitalbedarf der Hypo Ende 2009 vor dem Verkauf an Österreich bewusst verschleiert haben.