Notizen vom 17. September 2014

SWP 17.09.2014

Fernbus-Anbieter gibt auf

Im hart umkämpften deutschen Fernbusmarkt gibt der erste große Anbieter auf. Das Frankfurter Unternehmen City2City bestätigte, dass es seinen Betrieb zum 13. Oktober einstellt. Als Grund nannte eine Sprecherin die niedrigen Ticketpreise auf dem Markt. City2City habe keine Möglichkeit gesehen, in Deutschland ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Man sei zwar das erste, aber sicher nicht das letzte Fernbus-Unternehmen, das den Betrieb einstelle.

ZEW-Index weiter schwach

Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland haben sich im September zum neunten Mal in Folge verschlechtert. Der vom Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte ZEW-Index erreichte im September 6,9 Punkte, nachdem er im August noch bei minus von 1,7 Punkten lag. Er blieb damit deutlich unter dem langfristigen Mittelwert von 24,6 Punkten.

Sorgen wegen Russland

Die Sanktionen gegen Russland werden nach Einschätzung der deutschen Werkzeugmaschinenbauer deutliche Auswirkungen haben, sagte Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), auf der Fachmesse AMB in Stuttgart. Der Auftragseingang im für die Unternehmen drittwichtigsten Markt sei gegenüber dem Vorjahr bereits um 40 Prozent eingebrochen.

Dobrindt sieht Erfolg

Der Feldversuch zum Einsatz der umstrittenen Lang-Lkw ist laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) "bisher erfolgreich". Der Zwischenbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen zeige, dass die so genannten Gigaliner "sicher und unauffällig" im Verkehr mitfahren und eine Kraftstoffersparnis von 15 bis 25 Prozent ermöglichten.

Größter Batteriespeicher

Der nach Betreiberangaben größte kommerzielle Batteriepark Europas ging in Schwerin in Betrieb. Mit Hilfe von 25 000 Lithium-Ionen-Akkus sollen in kürzester Zeit Schwankungen im Stromnetz ausgeglichen werden, teilte der kommunale Energieversorger Wemag als Investor und Betreiber der 6 Mio. EUR teuren Anlage mit.

Gastgewerbe stagniert

Das Geschäft der Hoteliers in Deutschland hat im Juli etwas angezogen. Das Gastgewerbe erzielte zu unveränderten Preisen (real) 0,2 Prozent mehr Umsatz als vor einem Jahr, berichtete das Statistische Bundesamt. Zu aktuellen Preisen hatten sie 2,2 Prozent mehr in den Kassen.