NOTIZEN vom 13. Juli

SWP 13.07.2012

ENBW setzt auf Gas

Der Energiekonzern ENBW (Karlsruhe) baut sein Gasgeschäft aus. Von Oktober an wird er erstmals einen langfristigen direkten Gasliefervertrag "mit einem ausländischen Gasproduzenten" haben. Dem Vernehmen nach handelt es sich um den russischen Gaslieferanten Novatek. Die Energie Baden-Württemberg AG wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren und ein Jahresvolumen von rund 21 Mrd. Kilowattstunden. Das entspricht in etwa einem Drittel des bisherigen Gasabsatzes der ENBW.

Bayer zahlt Millionen

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer (Leverkusen) will mit der Zahlung von umgerechnet 12,3 Mio. EUR einen seit fast vier Jahre laufenden Rechtsstreit um Aspirin aus der Welt schaffen. US-Verbraucher hatten moniert, dass Bayer sein altbekanntes Kopfschmerzmittel mit einem Zusatz angereichert und unter neuem Namen verkauft habe, ohne dafür eine Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA zu besitzen. Sie reichten eine Sammelklage ein.

Bilfinger übernimmt

Der Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat das US-Montage- und Serviceunternehmen Westcon gekauft. Die im Bundesstaat North Dakota ansässige Gesellschaft erzielt den Angaben zufolge mit rund 1000 Mitarbeitern eine Leistung von mehr als 150 Mio. EUR.

Großauftrag für Boeing

Für den US-Flugzeughersteller Boeing könnte es momentan kaum besser laufen: Der Airbus-Rivale hat einen Auftrag über 150 Mittelstreckenflieger vom Typ 737 von der weltgrößten Fluggesellschaft United Continental erhalten. Die Maschinen kosten laut Preisliste 14,7 Mrd. Dollar oder umgerechnet 12,1 Mrd. EUR. Allerdings sind bei derart großen Bestellungen hohe Rabatte üblich.

Schuler empfiehlt Offerte

Der österreichische Andritz-Konzern ist bei der geplanten Übernahme des Pressenherstellers Schuler (Göppingen) einen Schritt weiter. Vorstand und Aufsichtsrat empfahlen den Aktionären den Verkauf ihrer Anteile. Beide Gremien halten das Angebot des Grazer Maschinenbaukonzerns für angemessen. Andritz hatte einen Preis von 20 EUR je Aktie angeboten, nachdem der Konzern Ende Mai mit dem Kauf eines Aktienpakets zum Großaktionär geworden war.

Neuer Eigner bei Rampf

Der deutsch-niederländische Investor Nimbus hat die Mehrheit an der Rampf-Gruppe (Allmendingen/ Alb-Donau-Kreis) übernommen. Der Formenhersteller für Betonprodukte, der 250 Mitarbeiter beschäftigt, schreibt mittlerweile wieder schwarze Zahlen, nachdem es in den Jahren 2009 und 2010 erhebliche Umsatzeinbrüche infolge der Wirtschaftskrise gegeben hatte. Die Familie bleibt beteiligt.