Notizen vom 11. April 2016

SWP 11.04.2016

Iban ist nicht einprägsam

Die 22-stellige internationale Kontonummer Iban ist offenkundig nicht besonders einprägsam. Gut zwei Monate nach der verbindlichen Einführung auch für private Überweisungen können drei Viertel der Deutschen ihre Iban nicht auswendig, ergab eine

Yougov-Umfrage. Gut jeder Dritte kennt demnach jedoch auch seine alte Kontonummer nicht auswendig.

Spanien-Boom erwartet

Der weltgrößte Reisekonzern Tui sieht 2016 einem Rekordjahr für Spanien-Reisen entgegen. Das Last-Minute-Geschäft werde in diesem Sommer für Spanien ausfallen, sagte Tui-Chef Fritz Joussen der "Bild am Sonntag". "Und es werden nicht alle nach

Mallorca kommen, die nach Mallorca wollen." Nach den Anschlägen in Nordafrika habe Tui für 26 Mio. EUR zusätzliche Bettenkapazitäten in Spanien eingekauft.

Renault setzt auf Marokko

Der französische Autobauer Renault investiert mehr als 900 Mio. EUR in Marokko. Dadurch würden 50 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, erklärte der marokkanische Industrieminister Moulay Hafid Elalamy nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Renault. "Durch die mit der marokkanischen Regierung unterzeichneten Verträge wird sich der Umsatz von Renault in Marokko mehr als verdoppeln und in einigen Jahren 2 Mrd. EUR betragen", erklärte Bernard Cambier, zuständig für das Renault-Geschäft in der Region Afrika, Nahost und Indien.

SAP legt deutlich zu

Trotz Rückschlägen zum Jahresstart hat der Softwarekonzern SAP im ersten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Das operative Ergebnis legte nach vorläufigen Zahlen um 28 Prozent auf 810 Mio. EUR zu. Damit schlugen sich die Walldorfer erneut deutlich besser als ihr US-Erzrivale Oracle. Im Vorjahr hatte der Umbau des Geschäftsmodells auf den Gewinn des Softwarekonzerns gedrückt.

Gefragte Baumaschinen

Die deutschen Baumaschinen-Hersteller hoffen angesichts anziehender Investitionen in Wohnungsbau und Infrastruktur auf gute Geschäfte. Die Umsätze von zuletzt 9 Mrd. EUR dürften 2016 um 3 Prozent zulegen, sagte Joachim Schmid vom Branchenverband VDMA vor dem Auftakt der Branchenmesse Bauma, die heute in München beginnt. Für Zuversicht sorgten nicht nur die zugesagten Gelder für den Straßenbau, auch im Schienennetz der Bahn gebe es Nachholbedarf. Anders als Konkurrenten im Ausland könnten die deutschen Hersteller bisher die Einbrüche in wichtigen Wachstumsmärkten wie China, Brasilien und Russland kompensieren.