NOTIZEN vom 10. Juli

SWP 10.07.2012

Reisen wird teurer

Viele Bundesbürger müssen für ihren Sommerurlaub 2012 tiefer in die Tasche greifen als im vergangenen Jahr. Nach dem Tourismusreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wollten 52 Prozent der Reisebüros und 41 Prozent der Veranstalter ihre Preise im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Zur Höhe der Preissteigerungen wurden keine Angaben gemacht.

Zu Kompromissen bereit

Alleinerziehende Hartz-IV-Bezieherinnen würden für einen Erfolg bei der Jobsuche viele Kompromisse eingehen. Drei von vier alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängerinnen wären bereit, unterhalb ihres fachlichen Könnens zu arbeiten und belastende Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Gut die Hälfte würde demnach auch für ein geringes Einkommen arbeiten.

NRW und Berlin vorn

Nordrhein-Westfalen und Berlin stehen beim ersten Ranking der Bundesländer zu nachhaltiger Mobilität an der Spitze. In dem von der "Allianz pro Schiene" erstmals vorgelegten "Bundesländer-Index Mobilität" folgten auf das Spitzenduo Baden-Württemberg und Bremen und Rheinland-Pfalz. Schlusslichter waren Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen.

Ölförderung bedroht

Norwegens Gas- und Ölförderung mit wichtigen Lieferungen auch nach Deutschland ist durch einen Arbeitskampf bedroht. Wie der zuständige Arbeitgeberverband OLF in Oslo mitteilte, sollen alle 6500 Arbeiter auf den insgesamt 70 Feldern ausgesperrt werden. "Wir hoffen aber inständig, dass die Regierung eingreift und diesen Arbeitskampf stoppt", sagte eine OLF-Sprecherin.

China-Teuerung geringer

Ein unerwartet starker Rückgang der Inflation in China verstärkt die Anzeichen, dass die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft an Fahrt verloren hat. Die Verbraucherpreise im Juni stiegen nur um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf den niedrigsten Stand seit 29 Monaten.

Brasilien schwächelt

Von einer Hochstimmung ist in Brasilien nicht mehr viel zu spüren. Zwar malt niemand wirtschaftliche Schreckensszenarien an die Wand. Doch auch Südamerikas Wirtschaftsmotor Nummer Eins ist ins Stottern geraten. Die Wachstumsprognosen gehen nach unten, die Industrieproduktion lässt nach, wichtige Rohstoffpreise fallen und der Überschuss in der Handelsbilanz schmilzt.