Autoindustrie Nissan soll Unterlagen gefälscht haben

dpa 05.10.2017

Der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan steht  im Verdacht, Unterlagen zu Sicherheits­checks gefälscht zu haben. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Insider meldete, könnte der Renault-Partner versucht haben zu vertuschen, dass Sicherheitsüberprüfungen nicht von qualifiziertem Personal vorgenommen worden sind. Auf Anfrage erklärte Nissan, man lasse die Vorgänge  prüfen. Ergebnisse würden bis zum Monatsende erwartet. Der Autobauer hatte bereits eingeräumt, etwa 60 000 Neuwagen nicht verkaufen zu dürfen.

Unregelmäßigkeiten waren durch Kontrollen von Behörden im September aufgetaucht, woraufhin der Konzern interne Untersuchungen einleitete. Nissan muss als Folge in Japan mehr als 1,2 Mio. Wagen zurückrufen. Alle sechs Fabriken wurden inzwischen von den Behörden inspiziert.