Neue Aufsicht EU für bessere Absicherung von irregulär Beschäftigten

Arbeiter errichten am Vatikan in Rom ein Gerüst. Brüssel will die Zügel für den europäischen Arbeitsmarkt strenger führen. Foto: Bernd von Jutrczenka
Arbeiter errichten am Vatikan in Rom ein Gerüst. Brüssel will die Zügel für den europäischen Arbeitsmarkt strenger führen. Foto: Bernd von Jutrczenka © Foto: Bernd von Jutrczenka
Straßburg / DPA 13.03.2018

Die EU-Kommission fordert eine bessere soziale Absicherung von Selbstständigen und Menschen in Teilzeit oder befristeten Arbeitsverhältnissen.

Dies betreffe inzwischen vier von zehn Erwerbstätigen, teilte die Behörde in Straßburg mit. Diese Menschen müssten Zugang zur Sozialversicherung und ausreichenden Schutz bekommen, der bei einem Jobwechsel auch weiter gelte.

Die Kommission richtete dies als Empfehlung an die Mitgliedsstaaten. Diese müssen darüber im Ministerrat beraten.

Die Kommission veröffentlichte zudem ihre bereits angekündigten Pläne für die Europäische Arbeitsbehörde ELA. Diese soll nach dem Willen der Kommission bereits 2019 die Arbeit aufnehmen und drei Aufgaben haben: Informationen über Jobs und Bedingungen in anderen EU-Ländern; die Durchsetzung von EU-Regeln für Arbeitnehmer über Grenzen hinweg; und die Schlichtung von Streitigkeiten, etwa beim Umbau von Unternehmen mit Ablegern in mehreren Mitgliedsstaaten.

Die neue Behörde sei wichtig für einen gut funktionierenden europäischen Arbeitsmarkt, sagte Sozialkommissarin Marianne Thyssen. „Sie wird mobilen Bürgern und Unternehmen helfen, die richtigen Informationen zu finden, und sie wird die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten stärken, um faire und wirksame Regeln durchzusetzen.“

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