Kommentar Entwicklung des Autobauers: Mutmacher Porsche

Alexander Bögelein
Alexander Bögelein © Foto: Könneke Volkmar
Zuffenhausen / Alexander Bögelein 17.03.2018
Porsche investiert massiv in die Zukunft. Der Sportwagenbauer hat das Zeug zum Vorbild – weit über ihre Branche hinaus.

Was wäre der VW-Konzern ohne Porsche? Gerade einmal zwei Prozent seiner verkauften Fahrzeuge entfallen auf Porsche, aber 27 Prozent des Gewinns. Der Sportwagenbauer ist eine Ertragsperle. Sportlich, rasend schnell und bald auch elektrisch kommen die Zuffenhausener daher. Auch wenn es erst eines US-Unternehmens namens Tesla bedurfte, um Porsche und andere Hersteller wachzurütteln.

Die VW-Tochter hat erkannt: Es reicht nicht mehr, die satten Gewinne zu verwalten und die Zukunft zögerlich anzugehen. In den nächsten zehn Jahren stehen Porsche größere Herausforderungen bevor, als in der bisher 70-jährigen Firmengeschichte. Nach dem Motto „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir alles verändern“, drückt Vorstandschef Oliver Blume aufs Tempo. Denn im Zuge der Digitalisierung und Elektrifizierung werden die Marktanteile neu verteilt.

Freilich tut sich Porsche als  kleine und höchst profitable Edelschmiede leichter als andere Unternehmen. Doch der Sportwagenbauer hat das Zeug zum Vorbild. Er hat den Mut, Neues zu wagen. Er entwickelt neue E-Modelle, investiert in die Ladeinfrastruktur und erhöht so die Akzeptanz für die neue Technik. Von solchen Mutmachern kann Deutschland nicht genug  haben.