Berlin Minijobs: SPD will Arbeitsverträge

AFP 10.07.2012

Die SPD will für Minijobs künftig schriftliche Arbeitsverträge und einen Stundenlohn von mindestens 8,50 EUR verlangen. Der Vertrag müsse die Stundenanzahl ebenso regeln wie den bezahlten Urlaub, den Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit, Kündigungsfristen und die Lohnhöhe, sagte SPD-Vizechefin Manuela Schwesig . Der Lohn dürfe "einen Stundenlohn in Höhe von 8,50 EUR nicht unterschreiten". Die Verträge müssten der Minijob-Zentrale vorgelegt werden.

Schwesig nannte die von der Koalition geplante Anhebung der Einkommensgrenze für Minijobs "den absolut falschen Weg". Die SPD lehne dies strikt ab, weil diese Jobs "teilweise zu erheblichen Verzerrungen auf dem Arbeitsmarkt" führten. Die Koalition plant, dass die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügige Beschäftigung um 50 EUR auf 450 EUR steigen soll.