Immobilien Mieten legen weiter kräftig zu

Berlin / afp 22.05.2017

Die Mieten in Deutschland sind seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Mietpreisbremse stärker gestiegen als zuvor. Im Jahr 2016 wurden im Schnitt 7,65 € pro Quadratmeter fällig und damit 36 Cent mehr als im Vorjahr, wie aus einer Antwort des Bundesverbraucherschutzministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorging. Zwischen 2012 und 2015 steigen die Angebotsmieten pro Quadratmeter dagegen jährlich lediglich um 23 oder 24 Cent.

Während die Mieten zwischen 2012 und 2015 damit um insgesamt 10,6 Prozent anzogen, legten sie allein von 2015 auf 2016 um 5 Prozent zu. Bei Erstvermietungen in Neubauten stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 7,73 € im Jahr 2012 auf 9,54 € im vergangenen Jahr, wie aus der aktuellen Ministeriumsantwort hervorgeht.

Das Gesetz zur Mietpreisbremse ist seit Juli 2015 in Kraft. Bis Ende 2016 wurde die Mietpreisbremse in 313 Städten und Gemeinden eingeführt. Sie soll dafür sorgen, dass bei der Wiedervermietung einer Wohnung die Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete plus 10 Prozent steigt. Immer wieder gibt es jedoch Zweifel an ihrer Wirksamkeit.

„Die Mietpreisbremse war von Anfang an eine Fehlkonstruktion“, kritisierte der Grünen-Abgeordnete Christian Kühn. Ihr sei durch die „unzähligen Ausnahmen und Schlupflöcher, die auf Betreiben der Union ins Gesetz geschrieben wurden“, die Wirkung abhanden gekommen.

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