Telekommunikation Mehr Klarheit beim Telefon und Surfen

Rechtzeitige Kündigung ist künftig einfacher.
Rechtzeitige Kündigung ist künftig einfacher. © Foto: © Boggy - Fotolia.com
Berlin / dpa 29.05.2017

Wer sich über seinen Handy-, Festnetz- und Internetvertrag ärgert, kann sich möglicherweise freuen. Am 1. Juni tritt eine Verordnung der Bundesnetzagentur in Kraft. Wichtige Fragen und Antworten hierzu sind:

Wie sollen Handy-Verträge transparenter werden? Ab Juni müssen alle Anbieter auf Formblättern in Filialen und im Internet transparent eine definierte Zahl von Informationen geben. Dazu gehören unter anderem verfügbaren Datenübertragungsraten aufgeschlüsselt nach Upload und Download, Vertragslaufzeiten und Ausstiegsmöglichkeiten sowie monatliche Kosten. Ist das Datenvolumen begrenzt, muss der Schwellenwert angegeben werden, wie hoch die gedrosselte Datenübertragungsrate ist und welche Dienste nicht vom Datenvolumen abgezogen werden.

Profitieren auch Kunden davon, die bereits einen Vertrag abgeschlossen haben? Ja. Auf Rechnungen ist das Datum des Vertragsbeginns und das Ende der Mindestvertragslaufzeit anzugeben. Außerdem muss auf der Rechnung stehen, wie lang die Kündigungsfrist ist und an welchem Kalendertag Kunden spätestens kündigen müssen, um eine Vertragsverlängerung zu verhindern. Bis Dezember müssen Anbieter diese Informationen allerdings nur im Online-Kundencenter auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellen.

Was sagt die Verordnung über die Leistungsfähigkeit von Internetanschlüssen? Verbraucher haben künftig das Recht, die tatsächliche Datenübertragungsrate ihrer Internetverbindung prüfen zu lassen. Die Anbieter müssen ihre Kunden außerdem auf Möglichkeiten zur Überprüfung hinweisen, wie etwa auf eigene Messangebote oder auf das entsprechende Angebot der Bundesnetzagentur. Die Ergebnisse der Messung sind den Kunden zur Verfügung zu stellen und für mindestens sechs Monate zu speichern. Laut Bundesnetzagentur sollen sich Abweichungen zwischen tatsächlicher und vertraglich vereinbarter Übertragungsrate so „belastbar belegen“ lassen.

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