Stuttgart 21 Markante Kelchstützen für den Bahnhof nehmen Gestalt an

Ein Kran steht auf der Baustelle des Großprojektes Stuttgart 21 neben dem Trichter einer Kelchstütze für den neuen Tiefbahnhof.
Ein Kran steht auf der Baustelle des Großprojektes Stuttgart 21 neben dem Trichter einer Kelchstütze für den neuen Tiefbahnhof. © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / DPA 22.08.2018

Die einmal als besonderer architektonischer Blickfang geplanten trichterförmigen Kelchstützen für den Bahnhof Stuttgart 21 nehmen langsam Gestalt an. Bis Jahresende sollen 2 der 28 Betonstützen fertig sein, wie der zuständige Projektleiter Michael Pradel der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sechs Füße von solchen Kelchen seien bereits fertiggestellt. Eisenflechter bereiten aktuell auf der Riesenbaustelle im Stadtzentrum von Stuttgart alles vor, damit die erste und mit rund zwölf Metern höchste Kelchstütze betoniert werden kann.

Auf den mächtigen Betonkonstruktionen soll später das teilweise begrünte Dach des Tiefbahnhofs ruhen. Erst zum Schluss kommen die so bezeichneten Lichtaugen auf jeden einzelnen Kelch. Durch sie soll dann Tageslicht in die Tiefe dringen und die unterirdische Bahnhofshalle ausleuchten.

Hauptbahnhof soll Ende 2025 in Betrieb gehen

Die Kelchstützen haben eine Höhe zwischen etwa sechs und zwölf Metern. Der Durchmesser eines ganzen Kelches liegt nach Bahnangaben bei 32 Metern. Die Lichtaugen aus Glas haben einen Durchmesser von 16 Metern.

Nach Angaben der Bahn vom Juli kann der Hauptbahnhof Ende 2025 in Betrieb gehen. Das Projekt, gegen das Gegner bis heute immer wieder zu Protesten aufrufen, soll dann bis zu 8,2 Milliarden Euro gekostet haben. Stuttgart 21 steht für eine Neuordnung des Bahnknotens in der Landeshauptstadt. Dazu gehören unter anderem 59 Kilometer Tunnelröhren; neue Gleise, die mit bis zu 250 Stundenkilometern befahren werden können, sowie 18 Brücken. Für rund 6000 Menschen bietet das Projekt derzeit einen Arbeitsplatz.

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