Start-ups Land fördert Gründer von Beginn an

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut will Start-ups fördern.
Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut will Start-ups fördern. © Foto: Marijan Murat/dpa
Stuttgart / Roland Muschel 01.08.2018

Mit einem neuen Pi­lotprogramm will die Landes­regierung Unternehmensgründern in der heiklen Frühphase bei der Finanzierung helfen. „In Baden-Württemberg warten bereits etliche Geschäftsideen auf die Chance, endlich beweisen zu können, dass in ihnen das Potenzial zum nächsten Mittelständler oder auch zu mehr steckt. Genau dieses Potenzial wollen wir mit unserem neuen Programm fördern“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Dienstag in Stuttgart anlässlich des Projektstarts von „Start-up BW Pre-Seed“. Für 2018 und 2019 stehen insgesamt 14 Mio. € zur Verfügung. Als Vorbild gilt ein sehr erfolgreiches israelisches Förderprogramm.

Zielgruppe sind junge, wachstumsorientierte Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg, die innovative Ideen, aber zugleich auch Schwierigkeiten haben, Risikokapitalgeber zu finden. Die Start-ups, die sich für das Programm qualifizieren, erhalten vom Land einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 20 000 € sowie ein zinsloses Darlehen, das zwischen 50 000 € und 200 000 € liegen kann. Zudem werden die Gründer von erfahrenen Projektpartnern betreut, die auch eine private Co-Finanzierung garantieren.

Das Karlsruher CyberForum, ein Netzwerk von Hightech-Unternehmern, das über viel Erfahrung mit Start-ups verfügt, ist einer der Projektpartner des Landes. „Die erste Finanzierung ist sehr sehr wichtig“, sagte dessen Vorstandsvorsitzende Matthias Hornberger. Denn da sei das Risiko so groß, dass sich private Investoren zurückhalten würden.

Das CyberForum hat bereits neun vielversprechenden Start-ups gesichtet, auf die das neue Förderprogramm passen könnte. Dazu zählt eine Gründerin, deren Team spezielle Kameras für Bienenstöcke entwickelt, mit deren Hilfe etwa geprüft werden kann, ob Schädlinge in den Stock eingeschleppt werden. Mittelfristiges Ziel ist es, das Biosystem mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu analysieren und so möglicherweise irgendwann auch den Ursachen für das Bienensterben auf die Spur zu kommen.

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