Kommentar: Gesundheit geht vor Geldbeutel

BIANCA FRIESS 12.04.2016

Da schlagen sie zu, die Verbraucher: Das Geschäft mit illegalen Medikamenten im Internet boomt. Und zwar ausgerechnet in Deutschland, wo die Menschen sonst so auf ihre Sicherheit bedacht sind.

Mancher Händler mag mit billigen Angeboten locken, das darf für Verbraucher aber kein Argument sein. Die eigene Gesundheit sollte immer über dem Geldbeutel stehen - und die gefälschten Pillen können gefährlich werden. Gerade verschreibungspflichtige Medikamente werden außerdem oft von Krankenkassen bezahlt - nicht aber, wenn die Kunden ihre Pillen illegal kaufen. Am Ende kommt man also nicht unbedingt billiger weg.

Natürlich gelangt man im Internet außerdem schnell und vor allem diskret an Pillen- auch an die, die manchem peinlich sein mögen, wie etwa das Potenzmittel Viagra. Doch selbst wer sich wirklich nicht zur Apotheke traut, ist nicht gezwungen, auf illegale Anbieter zurückzugreifen.

Es gibt sie schließlich auch online, die seriösen Händler. Gekennzeichnet sind diese Internet-Apotheken mit einem EU-Sicherheitslogo. Es wird auch tief in die Trickkiste gegriffen, die Webseiten illegaler Anbieter kommen oft ähnlich professionell daher. Manchmal erfordert es also einige Recherche, Fälschungen zu entlarven. Das sollte einem die eigene Gesundheit aber wert sein.