Beruf Junge arbeiten zum Geldverdienen

München / afp 19.10.2016

Die Mehrheit der jungen Deutschen arbeitet in erster Linie, um Geld zu verdienen und nicht, um sich selbst zu verwirklichen. Das zeigen erste Ergebnisse einer europaweiten Jugendstudie mit dem Namen „Generation What?“, die der Bayerische Rundfunk, das ZDF und der SWR veröffentlichten. Lediglich 38 Prozent der 18- bis 34-Jährigen sehen in ihrer Arbeit eine Chance zur Selbstverwirklichung, 60 Prozent geht es dagegen vor allem ums Geld.

Weniger als die Hälfte der Berufstätigen (43 Prozent) empfinden ihre Arbeit demnach als wirklich wichtig oder sogar sehr wichtig. 16 Prozent dagegen sagen, dass ihnen ihre Arbeit nicht wichtig ist. Die restlichen 41 Prozent bewegen sich zwischen diesen Polen.

Insgesamt 59 Prozent der Berufstätigen sind dabei im Großen und Ganzen zufrieden mit ihrem Job – jeder Zehnte ist dies hingegen überhaupt nicht. Auch bei der Bezahlung herrscht zum Teil Unzufriedenheit, wobei dies auch abhängig ist vom Bildungsniveau. Während von den Befragten mit niedrigem oder mittlerem Schulabschluss nur 23 beziehungsweise 21 Prozent mit ihrer Bezahlung einverstanden sind, fühlen sich bei den Hochgebildeten immerhin 30 Prozent angemessen entlohnt.

Auffallend schlecht benotet wird unterdessen das Bildungssystem, das als praxisfremd und ungerecht angesehen wird. Nur 1 Prozent der 18- bis 34-jährigen Deutschen glaubt, dass das Bildungssystem sie gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. afp