Nach dem heißen Sommer steuert die Tourismusbranche im Südwesten auf ein Rekordjahr zu. Alles deute darauf hin, dass man die bisherige Marke von 52,9 Millionen Übernachtungen übertreffen werde, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU) am Montag auf der Reisemesse CMT. Nach den bislang vorliegenden Zahlen bis November lagen die Übernachtungen mit 51,34 Millionen etwa 3,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Gut ein Fünftel der Gäste stammten aus dem Ausland. Hier gebe es noch Potenzial, sagte Wolf. Bis November verzeichnete die Branchen rund 21 Millionen Ankünfte, das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Von „Overtourism“ - Problemen wegen zu viel Touristen - sei Baden-Württemberg noch weit entfernt, sagte Andreas Braun, Geschäftsführer von Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. „Wir haben im ganzen Land noch Potenzial.“ Künftig soll es aber nicht nur um Quantität geben. Qualität soll eine Rolle in der neuen Tourismuskonzeption spielen, die Wolf noch im Sommer zum Abschluss bringen will.

Trotz der guten Zahlen sieht Wolf durchaus Probleme auf die Branche zukommen: „Der Fachkräftemangel ist zu einem ernsten Wachstumshemmnis im Tourismusgeschäft geworden“, warnte er. Seine Partei hat deshalb zum Ärger von SPD und Gewerkschaften Eckpunkte für eine Bundesratsinitiative entworfen, um das Arbeitszeitgesetz zu ändern. Dadurch sollen längere Arbeitszeiten zu Stoßzeiten möglich sein.

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