Irreführende Werbung: Ehrmann unterliegt

SWP 11.04.2014

Belege fehlen Die Molkerei Ehrmann hätte die Behauptung, ihr zuckerhaltiger Kinderquark Monsterbacke sei "so wichtig wie das tägliche Glas Milch", mit den entsprechenden gesundheitsbezogenen Angaben belegen müssen, ergibt sich aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Demnach verstößt die entsprechende Werbung gegen eine EU-Verordnung zu gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel (Az. C-609/12). Im Ausgangsverfahren hatte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs geklagt, weil Ehrmann das positive Image der Milch ohne Begründung auf den Quark übertragen habe.

Eigene Verantwortung Die Richter haben nun entschieden: Ein Unternehmer, der gesundheitsbezogene Angabe macht, müsse "in eigener Verantwortung die Wirkungen des Lebensmittels auf die Gesundheit kennen", heißt es im Hinblick auf den zuckerhaltigen Quark mit dem Namen "Monsterbacke". Der Europäische Gerichtshof folgte damit weitgehend den Anträgen seines Generalanwalts. afp

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