Böhmenkirch/Steinheim am Albuch Interessenten bieten für insolventen Autozulieferer SAM

Insolvenzverwalter Holger Leichtle. Foto: Marijan Murat/Archiv
Insolvenzverwalter Holger Leichtle. Foto: Marijan Murat/Archiv © Foto: Marijan Murat
Böhmenkirch/Steinheim am Albuch / DPA 02.11.2018

Für den insolventen Autozulieferer SAM bringen sich erste Bieter in Position. „Wir führen Gespräche mit diversen Investoren und haben auch mehrere unverbindliche Angebote vorliegen“, sagte Insolvenzverwalter Holger Leichtle. „Unser Ziel ist es, die Verhandlungen möglichst rasch, vielleicht schon bis zum Jahresende, abzuschließen, um die SAM zum neuen Jahr in neue Hände zu übergeben.“

Der Autozulieferer mit Sitz im baden-württembergischen Böhmenkirch hatte im August einen Insolvenzantrag gestellt. Am 1. November wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Die SAM-Gruppe beschäftigt etwa 1800 Mitarbeiter. Das Unternehmen fertigt an drei Standorten in Deutschland sowie in Mexiko Dachzierleisten, Zierleisten und Tankdeckelsysteme für die Autobranche. Einen Großteil des Umsatzes erwirtschaftet SAM mit dem VW-Konzern, aber auch Mercedes-Benz, General Motors und Volvo gehören nach Firmenangaben zu den Kunden. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete SAM einen Umsatz von rund 280 Millionen Euro.

Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Insolvenzverwalters stabil. So seien bereits während des vorläufigen Insolvenzverfahrens etwa 100 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden, die zuvor als Leiharbeiter angestellt waren. Zum Dezember sollen noch etwa 70 weitere folgen.

Das Unternehmen habe jedoch einen hohen Sanierungsbedarf, den SAM nicht alleine schultern könne. „Deswegen muss es einen Investor geben, der mit frischem Geld einsteigt und das Unternehmen in den kommenden Jahren durch den Restrukturierungsprozess begleitet“,sagte Insolvenzverwalter Leichtle. „Ich bin daher zuversichtlich, dass ein Verkauf zeitnah gelingen sollte.“

Mitteilung zur Insolvenz vom August der Kanzlei Schultze&Braun

Aktuelle Pressemitteilung der Kanzlei Schultze&Braun

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel