Börsenparkett Immer auf und nieder

Frankfurt / Rolf Obertreis 11.06.2018

Erst geht es steil runter, dann zeigt die Tafel eine steile Kurve nach oben. Die Entwicklung des Dax am Freitag zeigte an nur einem Handelstag: Händler und Anleger suchen Orientierung. Die Unsicherheit ist beträchtlich, der Streit zwischen den Europäern, Kanadiern, Chinesen und dem unberechenbaren Mann im Weißen Haus nehmen zu. Die Worte gegen den Kurs des US-Präsidenten werden lauter, auch an der Börse.

 Zwar sind die Auftragseingänge für die deutschen Firmen etwas zurückgegangen, aber die Aussichten sind weiter rosig. Den Unternehmen geht es gut, heißt es bei Commerzbank und DZ Bank. Auch dass die Europäische Zentralbank (EZB) vermutlich zum Jahresende ihr Anleihekaufprogramm einstellt, sorgt kaum für Bedenken. Und den Leitzins wird sie frühestens Mitte 2019 leicht anheben.

Christian Kahler (DZ Bank) sieht den Dax Mitte 2019 bei 14 200 Zählern. Andreas Hürkamp (Commerzbank) erwartet, dass 25 der 30 Dax-Konzerne die Dividende anheben. „Die Dividendensumme könnte um vier Prozent auf 38 Milliarden Euro steigen.“ Nach einem Seitwärtstrend sieht er den Dax am Jahresende bei 13 500 Zählern. Gründe:  Die Zinsen bleiben im Keller, Anleihen unattraktiv.

 Robert Halver (Baader Bank) verweist zwar wie viele andere auf etliche Risiken, rechnet aber in keinem Fall mit einem Einbruch.  Eines scheint jedenfalls sicher: Die Schwankungen am Aktienmarkt bleiben beträchtlich.

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