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Die Firmen in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie sind nach Einschätzung der IG Metall vielerorts schlecht auf den anstehenden Wandel durch Digitalisierung und Elektromobilität vorbereitet. Vier von zehn Betrieben haben keine klare Strategie zur Bewältigung dieser Transformation, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft am Mittwoch. Nur in jedem zweiten Betrieb gebe es eine systematische Personalplanung mit Blick auf den digitalen Wandel. Die IG Metall stützt sich dabei auf Daten und Einschätzungen von Betriebsräten aus rund 300 Betrieben aus Baden-Württemberg. Bundesweit waren Menschen in 2000 Firmen befragt worden. Der sogenannte Transformationsatlas wurde am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt.

Zu viele Betriebe seien nicht auf den Wandel der Industrie eingestellt, sagte Landesbezirksleiter Roman Zitzelsberger und forderte mehr Weiterbildung. „Wer die Zukunft nicht verspielen will, muss sich jetzt um die Qualifizierung seiner Beschäftigten kümmern.“

In Baden-Württemberg sorgen sich laut IG Metall Betriebsräte vor allem in Firmen der Automobil- und Zuliefererindustrie um Jobs. Im Maschinenbau und in der Elektrotechnik werde die Entwicklung eher stabil eingeschätzt. In allen Branchen rechnet jeweils knapp ein Drittel der Betriebe damit, dass es in der Verwaltung und der Logistik zu einem Abbau von Stellen kommen wird. 44 Prozent hingegen erwarten, dass neue Arbeitsplätze aufgebaut werden.

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