Dettingen/Erms / DPA

Hohe Rohstoffpreise und die Auswirkungen einer hohen Nachfrage in Nordamerika haben den Autozulieferer ElringKlinger noch deutlich mehr Geld gekostet als erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) für 2018 sank im Vergleich zum Jahr davor deutlich um gut 29 Prozent auf etwas mehr als 100 Millionen Euro, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. ElringKlinger hatte seine Erwartungen Mitte vergangenen Jahres bereits heruntergeschraubt, landete nun aber nochmals darunter. 2018 soll es daher keine Dividende für die Aktionäre geben.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Wolf und sein Finanzchef Thomas Jessulat machten dafür am Mittwoch neben den Rohstoffpreisen erneut die hohen Ausgaben in Nordamerika verantwortlich. Um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können, seien unter anderem teure Nachtlieferungen und Extraschichten notwendig gewesen, sagte Jessulat. Es seien zwar schon Verbesserungen erreicht worden, die hätten sich 2018 aber noch nicht in großem Maßstab ausgezahlt.

Positiv habe sich ausgewirkt, dass man ähnliche Probleme in der Schweiz inzwischen im Griff habe. Zudem habe der Verkauf der Tochterfirma Hug Geld in die Kasse gebracht. Beim Umsatz legte ElringKlinger im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro zu. Endgültige Zahlen präsentiert das Unternehmen Ende März.

Mitteilung von ElringKlinger