Heidelberg Heidelcement setzt auf Schwellenländer

Heidelberg / DPA 09.11.2012

Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement setzt angesichts schwächelnder Nachfrage in Europa seine Hoffnungen verstärkt auf Schwellenländer in Afrika und Asien. Vorstandschef Bernd Scheifele zeigte sich überzeugt, dass der Konzern von seiner "starken Position in den Schwellenländern" auch weiter profitieren werde. In Europa rechnet Heidelberg Cement dagegen eher mit einer nachlassenden Nachfrage nach Zement und anderen Baustoffen.

Im dritten Quartal profitierte der Dax-Konzern vor allem von seinem strikten Sparkurs und von Preiserhöhungen. Während Umsatz und operativer Gewinn deutlich zulegten, ging das Ergebnis unter dem Strich leicht zurück. Es sank im Jahresvergleich von 268 auf 259 Mio. EUR.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Scheifele trotz der Abschwächung in Europa weiter optimistisch und peilt Zuwächse beim Umsatz wie Ergebnis an. Von Juli bis September kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 3,9 Mrd. EUR. Dabei profitierte das Unternehmen von einer guten Nachfrage in Asien, aber auch in Nordamerika. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen stieg um 12 Prozent auf 874 Mio. EUR.

Scheifele will seinen Sparkurs unvermindert fortsetzen. In den ersten neun Monaten hatte er einen Effekt von 241 Mio. EUR. Geplant waren 200 Mio. EUR für das Gesamtjahr. Die Mitarbeiterzahl sank leicht auf insgesamt 53 700.