Stuttgart/Tokio Handelskammern im Südwesten begrüßen Abkommen mit Japan

Shinzo Abe (M), Premierminister von Japan, gibt Jean-Claude Junker (r), Präsident der Europäischen Kommission, die Hand. Foto: Martin Bureau/Pool AFP/AP
Shinzo Abe (M), Premierminister von Japan, gibt Jean-Claude Junker (r), Präsident der Europäischen Kommission, die Hand. Foto: Martin Bureau/Pool AFP/AP © Foto: Martin Bureau
Stuttgart/Tokio / DPA 17.07.2018

Für die Südwest-Wirtschaft ist das Freihandelsabkommen, das am Dienstag zwischen der Europäischen Union (EU) und Japan geschlossen wurde, ein gutes Zeichen. Davon geht man beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) aus. „Japan ist ein wichtiger Perspektivpartner für unsere Unternehmen im Land“, sagte BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke zu der Vereinbarung, die in Tokio unterzeichnet wurde.

Bei den Top-Ten-Wachstumsmärkten Baden-Württembergs liege Japan mit einem Ausfuhrvolumen von 4,5 Milliarden Euro mittlerweile auf Platz sechs, sagte Grenke. Allein im vergangenen Jahr sei der Wert der Exporte aus dem Südwesten nach Japan um elf Prozent gestiegen. Zudem sei das Abkommen ein positives Signal in unruhigen Zeiten, in denen mehr Schranken aufgebaut als eingerissen würden.

Der seit 2013 vorbereitete Pakt zwischen der EU und Japan soll Zölle und andere Handelshemmnisse abbauen, um das Wachstum anzukurbeln und neue Jobs zu schaffen. Er gilt auch als Zeichen an US-Präsident Donald Trump, dem die EU und Japan Abschottungspolitik vorwerfen. Kritiker hingegen warnen angesichts des Pakts vor einer Schwächung des Umwelt- und Verbraucherschutzes in der EU.

EU-Informationen zum Abkommen mit Japan

Klarstellung der EU-Kommission zum EU-Japan-Abkommen

EU-Mitteilung zur Zustimmung der Mitgliedstaaten

Vorbehalt zur Deregulierung und Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen

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