San Francisco Google-Suche diktieren

Google-Entwickler Ian McKellar trägt während der Entwicklungskonferenz des Unternehmens die noch nicht erhältliche Google-Brille. Foto: afp
Google-Entwickler Ian McKellar trägt während der Entwicklungskonferenz des Unternehmens die noch nicht erhältliche Google-Brille. Foto: afp
San Francisco / DPA 17.05.2013
Google zeigt auf seiner Entwicklerkonferenz, wie seine einzelnen Dienste zusammenwachsen und den Alltag verändern sollen. Den Daten der Nutzer kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Google rüstet sich für die Computer-Welt der Zukunft: Aus der Internet-Suche wird eine sprechende Wissens-Maschine und die digitalen Karten sollen für jeden Nutzer anders aussehen. Die bei der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco vorgestellten Neuerungen sollen Google den Platz auf allen Arten von Geräten sichern.  Konzern-Chef Larry Page ließ sich nach langer Zeit wieder bei einem großen öffentlichen Event sehen.  Kurz zuvor hatte er den zeitweisen Verlust seiner Stimme mit einer Stimmbandlähmung begründet.

Vor dem Auftritt von Larry Page verkündete der für die Google-Suche zuständige Manager Amit Singhal provokant "das Ende der Internet-Suche, wie wir sie kennen". Die Suchmaschine soll verstärkt in ganzen Sätzen formulierte Fragen der Nutzer beantworten. Im hauseigenen Web-Browser Chrome kann man sie jetzt auch über das Mikrofon stellen und eine gesprochene Antwort bekommen.

Dafür entwickelt Google seit Jahren riesige Wissens-Datenbanken. Um die Funktion zu aktivieren, spricht man den Computer mit "Okay, Google" an. Wenn persönliche Informationen wie Termine, Kontakte oder Reisepläne bei Google gespeichert sind, funktioniert Chrome wie ein Assistent.

Die runderneuerten Karten will Google stärker auf einzelne Nutzer anpassen. Dafür kommen unter anderem Empfehlungen und Bewertungen von Lokalen stärker in den Vordergrund. Außerdem werden Informationen über Unfälle auf den Straßen direkt in Google Maps eingebunden - aber auch Sonderangebote von Geschäften. Google verspricht Karten, die besser werden, je mehr man sie nutzt.

Zudem wurde ein neuer Streaming-Musikdienst vorgestellt, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Das Abo-Angebot mit dem Namen Google Play Music All Access sei zunächst in den USA verfügbar, kündigte der Internet-Konzern auf der Entwicklerkonferenz in San Francisco an. Für 9,99 Dollar im Monat gibt es uneingeschränkten Zugriff auf das Musik-Angebot.