Kommentar Steffen Wolff zu den hohen Preisen der neuen iPhones Für Apple wird die Rechnung aufgehen

Steffen Wolff.
Steffen Wolff. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Steffen Wolff 14.09.2018

Bei der Präsentation der neuen iPhones hat Apple sich mal wieder selbst übertroffen. So wurde nicht nur ein, sondern gleich drei neue Modelle vorgestellt. Besonders bemerkenswert ist aber der Preis für die teuerste Variante. Der liegt bei happigen 1649 Euro. Das gab es noch nie. Für das gleiche Geld bekommt man drei bis vier hochklassige Android-Smartphones. Ist Apple damit endgültig übers Ziel hinausgeschossen? Werden die neuen Geräte deshalb ein Ladenhüter? Beide Fragen lassen sich mit einem klaren Nein beantworten. Als das Jubiläums-iPhone X auf den Markt kam und die Preis-Schallmauer von 1000 Euro durchbrach, waren sich Analysten sicher: viel zu teuer, kein Markt vorhanden, ein Verlustgeschäft. Spätestens seit August, als Apple trotz oder dank teurer Produkte erstmals den Börsen-Wert von einer Billion US-Dollar erreichte, wissen wir: Die Kalifornier haben alles richtig gemacht. So wird es auch jetzt wieder sein. Die neuen iPhones sind noch innovativer, schneller und teilweise größer als das Vorgängermodell. Dazu kommt die Software, die nahtlos mit der Hardware harmoniert, sowie das in sich geschlossene Ökosystem, in dem alle Gerätetypen ineinandergreifen. Dies alles, gepaart mit dem „haben wollen“-Gen, dessen Aktivierung bei den Kunden der Konzern perfektioniert hat, werden dafür sorgen, dass die Rechnung für Apple voll aufgehen wird.

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