Washington Foto-App Snapchat muss nachbessern

Washington / DPA 10.05.2014

Die besonders bei Jugendlichen beliebte Foto-App Snapchat hat sich den Zorn einer US-Behörde zugezogen und muss den Dienst überarbeiten. Die Federal Trade Commission (FTC) warf Snapchat vor, zu lasch mit Datenschutz und Sicherheit umgegangen zu sein. Unbekannte hatten eine bekannte Schwachstelle ausgenutzt und in der Neujahrsnacht die Namen und Telefonnummern von 4,6 Mio. Nutzern im Internet veröffentlicht.

Über die Smartphone-App lassen sich Bilder verschicken, die für den Empfänger nur kurz sichtbar sein sollen. Die FTC bemängelte, Snapchat könne dieses Versprechen nicht einhalten. Die Fotos könnten über Apps von Drittanbietern gespeichert werden - oder einfach nur mit einem Screenshot. Die Nutzer seien entgegen Zusicherungen der Firma auch nicht unterrichtet worden, wenn jemand einen Screenshot gemacht habe. Außerdem habe Snapchat in der Android-App Ortungsdaten gesammelt, obwohl dies in den Nutzungsbedingungen verneint worden sei.

Snapchat müsse seine Nutzer besser informieren, forderte die Behörde und drängte das Unternehmen zu einem Vergleich. Ein Datenschutz-Experte wird dem App-Entwickler nun 20 Jahre lang auf die Finger schauen. "Einige Dinge haben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zugestanden hätte", erklärte Snapchat.

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