Die Bahn verspricht den Reisenden mehr Auswahl, auch wenn der Ärger über die Probleme bei den neuen Anbietern noch nicht verstummt ist. Mit geänderten Zeiten und Angeboten sollten sich vor allem Pendler im baden-württembergischen Regionalverkehr vertraut machen. Es gibt wichtige Neuerungen bei den S-Bahnen im Großraum Stuttgart und im Breisgau.

Die Betreiber haben ihre eigenen Angebote mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre ordentlich ausgebaut: Auf fünf Strecken gibt es demnach zusätzliche Stundentakte, auf vier Strecken weitere Züge im Halbstunden-Takt. Nach wie vor kämpfen allerdings fast alle Anbieter mit fehlenden Zügen und einem deutlichen Mangel an Lokführern. Außerdem ist noch nicht klar, mit welchen Entschädigungen die Bahn rechnen kann, weil viele bestellte Züge von den Herstellern zu spät geliefert worden sind.

Preise, Züge und Takte Was sich für Bahnkunden ändert

Berlin

Es fehlen 7000 eingeplante Sitzplätze

Insgesamt sind laut Plan des Landesverkehrsministeriums 120 zusätzliche Züge unterwegs - pro Werktag. Von den 158 neuen Fahrzeugen seien bislang aber nur 120 ausgeliefert worden - bis Mitte Dezember fehlten demnach 7000 eigentlich eingeplante neue Sitzplätze, die zum Teil mit alten Zügen aufgefangen werden, hieß es. Betroffen ist vor allem der Anbieter Abellio. Zudem fehlen zum Fahrplanwechsel Lokführer bei sämtlichen Anbietern außer der Westfrankenbahn.

Deutsche Bahn: Pendler dürfen sich auf Großbaustelle „freuen“

Es droht im kommenden Jahr auch eine mehrmonatige Großbaustelle, die Auswirkungen auf den Regionalverkehr in weiten Teilen des Landes haben dürfte: Von 10. April bis 31. Oktober 2020 wird die Pendler- und Schnellfahrstrecke zwischen Stuttgart und Mannheim saniert und deshalb voll gesperrt. Täglich wird die Verbindung von rund 66.000 Reisenden genutzt. Die Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Mannheim werden sich durch die Sperrung und die Umleitungen über Baden verlängern. Bahnfahrer können sich auf der Homepage der Deutschen Bahn über Ersatzverbindungen informieren.

PM des Verkehrsministeriums zum Fahrplanwechsel