Einkommen Einkommen älterer Menschen steigen stärker

Köln / dpa 11.05.2017

Das Einkommen älterer Menschen ist nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in den vergangenen drei Jahrzehnten im Schnitt deutlich stärker gestiegen als das von Jüngeren. Demnach haben die verfügbaren Einkommen der 65- bis 74-jährigen in Westdeutschland seit Mitte der 1980er Jahre um durchschnittlich 52 Prozent zugelegt. Die Einkommen von Menschen unter 45 Jahren stiegen laut der Studie dagegen nur um 21 bis 31 Prozent. Allein seit der Wende wuchsen die Einkommen der Älteren laut der Studie um 25 Prozent, die der Jüngeren nur um 10 Prozent.

Fand sich 1984 noch knapp ein Drittel der Ruheständler im untersten Einkommensdrittel wieder, waren es 2014 nur noch 19 Prozent. Dafür leben immer mehr Ältere im mittleren Einkommensbereich. Grund dafür sind aber nicht etwa steigende Rentenniveaus. Stattdessen spielt private und betriebliche Altersvorsorge eine stärkere Rolle. Auch die Tatsache, dass mehr Frauen arbeiten, wirkt sich aus. Ferner leben weniger Menschen im Alter allein als noch Mitte der 1980er Jahre.

Die Gruppe der Ärmsten ist geringer als in anderen Altersgruppen. Der Anteil derjenigen, die im Alter eine Grundsicherung beziehen, habe sich zwar zwischen 2005 und 2015 von 2,2 auf 3,1 Prozent erhöht. Dabei sei aber nicht klar, ob es mehr bedürftige Rentner gebe oder ob Rentner heute nur häufiger die Grundsicherung in Anspruch nehmen.

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