Der Maschinenbauer Dürr streicht bei seiner Tochterfirma Homag rund 350 von 4100 Stellen in Deutschland und stellt deren Produktion im niedersächsischen Hemmoor ein. Nach außerordentlich starken Vorjahren sei die Nachfrage aus der Möbelindustrie in diesem und voraussichtlich auch im kommenden Jahr deutlich geringer, teilte Dürr am Mittwoch mit. Die Homag Group stellt Maschinen und Anlagen für die Möbel- und Holzbauindustrie her und gehört zum Dürr-Konzern.

Mit dem Maßnahmenpaket baue man Überkapazitäten im Inland ab und trage dem Ausbau von Kapazitäten in Wachstumsmärkten Rechnung, teilte Dürr weiter mit. Den Angaben zufolge arbeiten zwei Drittel der Homag-Belegschaft in Deutschland. 80 Prozent des Umsatzes werden aber im Ausland erzielt.

Einmalig rund 40 Millionen Euro soll das Programm zur Steigerung der Effizienz kosten, den größten Teil davon noch in diesem Jahr. Beim Ergebnis nach Steuern erwartet Dürr daher nun nur noch 115 bis 130 Millionen Euro - bisher lag der Korridor zwischen 145 und 160 Millionen. Im Gegenzug plant Dürr spätestens ab 2021 mit jährlichen Einsparungen in Höhe von rund 15 Millionen Euro.

Im dritten Quartal verbuchte der Dürr-Konzern einen Umsatz von rund 994 Millionen Euro. Das war ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,9 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 38,4 Millionen Euro und damit um 8,8 Prozent über dem Wert von 2018. Ursprünglich sollten die Zahlen erst am Donnerstag vorgelegt werden.

Dürr-Mitteilung