Siemens Digital wirtschaften

Autorenfoto
Autorenfoto © Foto: Könneke
Ulm / Thomas Veitinger 12.05.2017

Stimmt, 2700 Jobs sind 2700 Jobs zu viel. Hinter jedem Arbeitsplatz steht ein Schicksal und möglicherweise ein Mensch, der Schwierigkeiten hat, eine neue Beschäftigung zu finden. Aber zum einen streicht Siemens 1700 Jobs und verlagert 1000 weitere nur. Zum anderen sollen in den kommenden Jahren alleine in Deutschland 9000 neue Beschäftigte einen Arbeitsplatz bei dem Elektoriesen bekommen. Möglichst viele der betroffenen Mitarbeiter sollen für offene Stellen qualifiziert werden.

Vor allem: Was sind die Alternativen? Nichts zu machen und auf Anforderungen nicht zu reagieren oder aus falsch verstandenen sozialen Gründen nicht benötigte Mitarbeiter mitzuschleppen? Nein, denn auf den Konzern warten große Aufgaben. Bei der Digitalisierung gilt es, keine Zeit zu verlieren. Die Konkurrenz aus anderen Ländern ist so schnell und flexibel, wie es Siemens nie sein wird. In der zukunftsträchtigen digitalen Fabrik geht es etwa um die Zusammenfassung zu Logistikzentren. Unwirtschaftlicher zu arbeiten, gefährdet den Gewinn, der dringend für Investitionen und Innovationen gebraucht wird.

Siemens ist breit aufgestellt. Dass sich die Münchner nur auf wenige extrem renditeträchtige Segmente konzentrieren, wird niemand fordern – außer vielleicht einige Analysten. Denn dazu müsste im großen Stil entlassen werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel