Die drei Branchengrößen

SWP 05.01.2012

Schlecker aus Ehingen eröffnete jahrelang Geschäft nach Geschäft. Der Drogerieriese setzt auf einfache Filialen in der Nachbarschaft. Seit längerer Zeit werden aber Filialen eher geschlossen denn eröffnet. Derzeit sind es rund 7000 Läden in Deutschland und 3000 weitere in acht europäischen Ländern. Umsatz 2010: rund 6,55 Mrd. Euro. Im abgelaufenen Jahr soll der Erlös "leicht" sinken und in diesem Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen. Die Mitarbeiterzahl liegt bei mehr als 30 000 in Deutschland und weitere 17 000 im Ausland.

DM (Drogeriemarkt) aus Karlsruhe muss als Familienunternehmen seinen Gewinn nicht veröffentlichen, also tut man es auch nicht. Zugleich betonen sie, dass sie sich mit 1 Prozent Umsatzrendite zufriedengäben - und ansonsten das Geld in soziale Projekte stecken. Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11: rund 6,17 Mrd. Euro, das war ein Plus von 9,3 Prozent Plus. Von den 2536 Filialen liegen 1256 in Deutschland. Ihre Grundfläche ist größer als die der Konkurrenz, insbesondere die der Schlecker-Läden. Von den 39 100 Beschäftigten arbeiten 25 450 in Deutschland.

Rossmann aus Burgwedel bei Hannover ist die Nummer drei in Deutschland. Firmenchef und -gründer Dirk Roßmann peilte 2011 erstmals mehr als 5 Mrd. Euro Umsatz an, rund 10 Prozent mehr als 2010. Da blieben mehr als 100 Mio. Euro Gewinn übrig. Mit seinen gut 2500 Filialen ist Rossmann in sechs Ländern vertreten. Auf dem deutschen Heimatmarkt mit seinen mehr als 1600 Niederlassungen baute das Unternehmen das Netz zuletzt stetig aus. In Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Albanien und der Türkei arbeiten 30 000 Beschäftigte. dpa