Bochum / DPA

Das Bochumer Immobilienunternehmen Deutsche Annington will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Die Gesellschaft rechnet mit einem Bruttoerlös von rund 400 Mio. EUR. Die Eigentümer wollen, wie erwartet, das günstige Umfeld und den momentanen Boom bei Immobilienaktien nutzen, um Kasse zu machen. Der Sprung aufs Parkett soll nach Informationen aus Finanzkreisen so schnell wie möglich erfolgen. Intern wird ein Termin Anfang Juli angestrebt.

Nach dem Börsengang soll sich rund ein Viertel der Aktien in Streubesitz befinden. Neben neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung wollen vor allem die bisherigen Eigentümer, die Finanzinvestoren Terra Firma und CPI Capital Partners Europe, Kasse machen. Um Vertrauen zu gewinnen, hat sich das Unternehmen zudem einen prominenten Chefaufseher geholt. Der Aufsichtsrat soll vom früheren Eon-Chef Wulf Bernotat geleitet werden.

Deutsche Immobilienunternehmen sind bei Investoren derzeit besonders gefragt. So hatte der Börsengang der LEG Immobilien AG im Februar 1,3 Mrd. EUR eingebracht. Einige der Unternehmen, die oft regional verwurzelt sind und vorher bundesweit kaum bekannt waren, sind zu Börsen-Schwergewichten geworden. "Immobilienaktien sind derzeit ein Modethema", sagte Steffen Sebastian, Professor für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg.