Finanzbranche Deutlich mehr Sicherheit mit der Technik „Blockchain“

Stuttgart / dpa 27.05.2017

Die designierte Chefin des IT-Dienstleisters GFT in Stuttgart setzt große Hoffnung in die Software-Technologie „Blockchain“. „Blockchain kann eine Kettenreaktion verhindern, die durch einen hohen Grad an Automatisierung in Systemen ausgelöst werden kann“, sagte Marika Lulay. Sie soll Ende Mai die Führung des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT übernehmen.

Unter „Blockchain“ versteht man eine große Datenbank, die nicht auf einem einzigen Server liegt, sondern dezentral auf viele Rechner verteilt ist – und jeder Teilnehmer hat im Prinzip die gleichen Zugriffsrechte. „Man muss sich Blockchain vorstellen als ein Netzwerk, wo an jedem Knoten alle Informationen gleichzeitig vorliegen“, erklärt Lulay. „Da jeder alles teilt, kann jeder Fehler, wenn zum Beispiel jemand gehackt wird, erkennen.“ Das Interesse ist in der Finanzbranche hoch: Selbst Bundesbank und Deutsche Börse lotsen Chancen und Risiken der Technologie aus.

Nach Einschätzung von Lulay brächte die Technologie auch ein hohes Maß an Sicherheit. Denn mit der wachsenden Digitalisierung steigt auch die Zahl der Prozesse, die automatisch angestoßen werden.

Lulay rechnet damit, dass sich die Blockchain-Technologie in fünf bis zehn Jahren durchsetzen wird. „Dann wird man wissen, in welchen Prozessen und welchen Bereichen man die Technologie einsetzen kann.“