Dieter Zetsche trat jüngst selbst bei wichtigen Präsentationen ohne Krawatte, in Turnschuhen und sogar im T-Shirt auf. Damit wollte der Daimler-­Chef jüngere Käufer ansprechen. Das hat der Autobauer bald nicht mehr nötig: Zetsches Nachfolger Ola Källenius ist jung – zumindest für einen Auto-Boss. Der 49-Jährige personifiziert den Wandel des Konzerns hin zum digitalen Dienstleister. Ein dringend notwendiger Schritt.

Keine Frage: Zetsches Verdienste um Daimler sind unbestritten. Der Konzern verdiente in den vergangenen Jahren prächtig. Doch  bei einigen Themen lag er falsch. Källenius muss nun den Konzern weg vom Diesel bringen, beim Elektroantrieb zu den Asiaten und Amerikaner aufschließen und die Firmenkultur modernisieren.

Der Schwede ist für den Konzern eine wichtige Zäsur. Ein tiefgreifender Wandel wird die Autobranche auf den Kopf stellen. Wie wird künftig Geld verdient? Wie lässt sich deutscher Technologie-Vorsprung halten? Källenius muss darauf Antworten finden. Zetsche versuchte, die digitale Transformation des Unternehmens ins Leben zu rufen, sein Nachfolger lebt sie.

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