Frankfurt Chemieindustrie leidet unter Schuldenkrise

OTR 13.07.2012

Die Euro-Schuldenkrise geht auch an der chemischen Industrie in Deutschland nicht vorbei. Vor allem die Geschäfte mit südeuropäischen Krisenländern, aber auch mit Großbritannien und Frankreich liefen im ersten Halbjahr nach Angaben von Klaus Engel, Präsident des Branchenverbandes VCI, nicht mehr rund, weil sich die Wirtschaft dort in der Rezession befinde. Im Vergleich zum sehr guten ersten Halbjahr 2011 schrumpfte die Produktion der Chemiefirmen um 4 Prozent, der Umsatz sank nach dem Rekordjahr 2011 um 0,5 Prozent auf gut 89 Mrd. EUR. Im zweiten Halbjahr rechnet Engel allerdings wieder mit besseren Geschäften.

Engel räumte auch ein, dass sich die Sorgenfalten mit Blick auf wichtige Abnehmerländer wie China, Brasilien und die USA mehrten. In Deutschland konnten die Firmen ihren Umsatz um 0,5 Prozent auf 35,5 Mrd. EUR steigern, im Ausland gab es einen Rückgang um 1 Prozent auf 53,7 Mrd. EUR. Der Export, der auch Chemielieferungen aus anderen Wirtschaftszweigen umfasst, konnte um 1 Prozent auf gut 77 Mrd. EUR erhöht werden.