Stuttgart Branchenverband: Personalmangel in Hotels und Gaststätten

Ein Kellner präsentiert verschiedene Gerichte. Foto: Tobias Hase/Archiv
Ein Kellner präsentiert verschiedene Gerichte. Foto: Tobias Hase/Archiv © Foto: Tobias Hase
Stuttgart / DPA 02.08.2018

Hotels und Gaststätten leiden nach Darstellung des baden-württembergischen Branchenverbandes unter einem Personalmangel. Es gebe einen Engpass, und das nicht nur in Feriengebieten und in der Urlaubszeit, sagte der Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Daniel Ohl. „Wir könnten noch mehr Umsatz und bessere Geschäfte machen, wenn wir die notwendigen Leute hätten.“ Im Juni dieses Jahres waren Ohl zufolge 5691 offene Stellen im Gastgewerbe gemeldet, 390 mehr als im Vorjahresmonat. Das geht aus Zahlen der Arbeitsagentur hervor.

„Wir gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der offenen Stellen im Hotel- und Gaststättengewerbe deutlich höher ist, da nicht alle zu besetzenden Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet werden“, sagte Ohl. Generell herrsche in der Branche - in der Küche und im Service - ein hoher Personalbedarf sowohl im Fachkräfte- als auch im Hilfskräftebereich.

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Beschäftigten in der Branche stark gestiegen, was für die Attraktivität der Arbeitsplätze spreche. Dennoch halte der Beschäftigungszuwachs mit dem wachsenden Personalbedarf nicht Schritt. Es herrsche in manchen Regionen Vollbeschäftigung, so dass der Personalmarkt leer gefegt sei, sagte der Verbandssprecher. Im Jahr 2010 gab es in der Branche nach seinen Angaben rund 100 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg, 2018 sind es mehr als 130 000.

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