Der Chef der Bosch-Kfz-Sparte hält China weiterhin für den wichtigsten Markt der Autoindustrie, auch wenn sich die Nachfrage dort in diesem Jahr schwächer entwickele. „Das Potenzial und die Chancen für Bosch in China bleiben mittel- und langfristig dennoch enorm“, sagte Bosch-Geschäftsführer Stefan Hartung am Montagabend vor Journalisten in Stuttgart. Der Markt ist nach Einschätzung des Autozulieferers weit von einer Sättigung entfernt.

Während in Deutschland 690 Autos auf 1000 Einwohner kämen, seien es in China nur 170. Besonders bei den Mobilitätsdienstleistungen werde man einen Anstieg sehen, so Hartung. Der chinesische Automarkt werde sich zu einem Leitmarkt für moderne Mobilität entwickeln.

Nach Jahren des Wachstums hatte Bosch in China 2018 trotz der spürbaren Abkühlung seinen Umsatz noch einmal um ein Prozent auf 10,5 Milliarden Euro gesteigert. Das ist mehr als ein Fünftel des gesamten Umsatzes der Autosparte. „Wir haben kein einfaches Marktumfeld in China gehabt“, sagte Hartung.

In den ersten Monaten dieses Jahres waren die Autoverkäufe im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der chinesische Markt legt nach Hartungs Ansicht aber 2019 nur eine Verschnaufpause ein.

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