Las Vegas Bosch hilft beim Vernetzen der Haushaltsgeräte

Las Vegas / DPA 09.01.2016
Bosch mischt auf der Technik-Messe CES in Las Vegas beim Thema vernetztes Zuhause mit. Die Stuttgarter helfen bei der Steuerung der Geräte.

Das "Smart Home", das vernetzte und intelligent steuerbare Haus, wird von zahlreichen Anbietern auf der Technik-Messe CES angepriesen. Vielen Haus- und Wohnungsbesitzern ist allerdings die Aufrüstung der eigenen Wohnung oder des Eigenheims bislang noch zu kompliziert und aufwändig. Bosch zeigt in Las Vegas eine Lösung für das "Smart Home", die viele Hindernisse aus dem Weg räumen soll. Das verspricht zumindest Konzernchef Volkmar Denner.

Seiner Ansicht nach hängt die bisherige Zurückhaltung der Verbraucher bei dem Thema vor allem damit zusammen, dass "die Lösungen, die bislang angeboten werden, oft nicht umfassend genug angelegt sind". Man brauche für intelligente Rollläden eine eigene Steuerung samt App, für das Licht wieder eine andere und eine weitere für das Garagentor. "Mit der App der Smart-Home-Lösung von Bosch können Sie künftig das gesamte Haus steuern, also Türen und Fenster überwachen, die Heizung und die Beleuchtung intelligent steuern sowie vieles mehr."

Mit der Bosch-Lösung können "auch Komponenten gesteuert werden, die gar nicht von uns stammen. Wir kooperieren beispielsweise beim Thema Beleuchtung mit Philips."

Sorge, damit den großen US-Konzernen wie Google, Apple und Microsoft in die Quere zu kommen, hat Denner nicht. "Wir haben zu diesen Unternehmen unterschiedliche Beziehungen. Zum einen sind sie wichtige Kunden von uns. In den Produkten von Apple stecken Sensoren von Bosch, das Fahrzeug-Konzept von Google enthält wesentliche Komponenten, die von Bosch stammen, beispielsweise der Powertrain. Es gibt aber andere Felder - und dazu zählt der Bereich Smart Home - in denen wir im Wettbewerb stehen."

Einen weltweit gültigen Standard brauche man für Smarthome nicht. "Die Software-Technik ist so flexibel, dass man entsprechende Adapter, also Verbindungen zwischen unterschiedlichen Standards bauen kann. Wir können mit den Standards arbeiten, die es gibt."