BÖRSENPARKETT: Optimisten werden rar

KAREN EMLER 23.07.2012

Zuletzt hat sich der Deutsche Aktienindex Dax doch noch die"spanische Grippe" eingefangen und nach fünf positiven Handelstagen am Freitag 1,9 Prozent eingebüßt. Immerhin blieb auf Wochensicht ein Plus von 1,1 Prozent. Angesichts der vielen Infekte, die durch die Krisenstaaten im Umlauf sind, ist das schon was.

Diese Woche bekommt der Dax reichlich Futter. Daimler, Volkswagen, BASF, Siemens, Deutsche Börse und Linde legen Quartalszahlen vor. Die Autobauer sind auf Rekordkurs, auch BASF und Siemens signalisieren Wachstum. In Vor-Schuldenkrisen-Zeiten hätte eine solche Konstellation die Börse getrieben. Zurzeit aber liegen die Nerven blank, schauen Anleger mit Entsetzen auf die Entwicklung am Anleihemarkt, hören schaudernd den Politikern zu, wie sie wahlweise zu viel, zu wenig oder falsche Krisenhilfe in Aussicht stellen.

Die Optimisten sind rar, doch Hans Bernecker, der Herausgeber der gleichnamigen Börsenbriefe, zählt dazu. Er glaubt, dass die Eurokrise zumindest bis zum 12. September in den Hintergrund rückt. Dann entscheidet das Bundesverfassungsgericht über Euro-Rettungsschirm und Fiskalpakt. Natürlich argumentieren andere Experten genau andersherum... Doch wie heißt es im Fußball soschön? Die Wahrheit liegt auf dem Platz!

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