Stuttgart Böhmler bleibt im Vorstand der Bundesbank

Auch Grün-Rot in Stuttgart unterstützt die zweite Amtszeit von Rudolf Böhmler (CDU) als Bundesbank-vorstand.
Auch Grün-Rot in Stuttgart unterstützt die zweite Amtszeit von Rudolf Böhmler (CDU) als Bundesbank-vorstand.
Stuttgart / BETTINA WIESELMANN 27.06.2012
Alle Länderfinanzminister sind sich einig: Der Baden-Württemberger Rudolf Böhmler (66) soll weitere fünf Jahre dem Bundesbank-Vorstand angehören.

Im Finanzausschuss des Bundesrats steht es 16 zu Null für Rudolf Böhmler. Eigentlich liefe der Vertrag des dienstältesten Mitglieds des sechsköpfigen Bundesbank-Vorstands am 16. Juli aus. Doch an der Wiederbestellung des unter anderem für Personal, Verwaltung, Bau, Controlling und Rechnungswesen zuständigen Bundesbankers am 6. Juli durch den Bundesrat ist nach dem Ausschussvotum kein Zweifel.

Christdemokrat Böhmler, der bis 2007 zuletzt als Staatssekretär im baden-württembergischen Staatsministerium Dienst tat, ist dem Finanzausschuss auf Antrag der grün-roten Landesregierung empfohlen worden. Sachsen und Thüringen, die nach einem rollierenden Verfahren Böhmlers Nachfolger hätten nominieren dürfen, hatten ihr Vorschlagsrecht zurückgestellt.

Die unübliche Wiederberufung gründet in der Kompetenz, die Rudolf Böhmler schnell nach Amtsantritt vor fünf Jahren unter Beweis gestellt hat. Der Wechsel des Juristen aus Schwäbisch Gmünd nach Frankfurt stand zunächst unter keinem guten Stern. Zunächst war der Chef der Staatskanzlei - erst unter Erwin Teufel später unter Günther Oettinger - nur zweite Wahl. Eigentlich wollte der Ministerpräsident seinen Finanzminister Gerhard Stratthaus in die Bundesbank abschieben. Später organisierte Bundesbank-Chef Axel Weber in seinem Führungsgremium eine Ablehnungsfront gegen den geldpolitisch unbeschlagenen Verwaltungsexperten - obschon nach dem Gesetz allein die Politik zu entscheiden hatte.

Das alles aber ist längst vergessen. Rudolf Böhmler, der auch Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter James-F.-Byrnes-Instituts ist, bekam mehr und mehr Aufgaben übertragen. Der passionierte Langstrecken-Radler wird sie in den nächsten fünf Jahren in gewohnter Akribie abarbeiten.

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