Betriebsarzt muss den Mund halten

DPA 23.05.2015

Wenden sich Mitarbeiter an den Betriebsarzt, müssen sie sich keine Sorgen machen, dass der Chef davon erfährt. "Mancher hat das Gefühl, der Mediziner sei eine Art verlängerter Arm des Chefs", sagt Prof. Hans Drexler, Arbeitsmediziner an der Universität Erlangen. Doch wie jeder andere Arzt unterliegt auch der Betriebsarzt der Schweigepflicht. Wenn er sich nicht daran hält, macht er sich strafbar. Das gilt auch, wenn Mitarbeiter zum Beispiel nach einer längeren Krankheit in ihre Firma zurückkehren. Mancher hat dann Sorge, dem Betriebsarzt etwa von seiner Depression zu erzählen. Dieser dürfe jedoch keine Details an den Arbeitgeber weitergeben, erklärt Drexler. Er könne nur eine Beurteilung abgeben, ob ein bestimmter Arbeitsplatz infrage kommt oder nicht - er dürfe aber ohne Erlaubnis des Mitarbeiters keine Einschätzung darüber abgeben, warum das so ist.

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