Rüsselsheim Bei Opel bahnt sich Streit um Lohnverzicht an

SWP 05.01.2012

Opel kommt nicht zur Ruhe: Die US-Mutter General Motors (GM) will endlich auch in Europa schwarze Zahlen sehen und sucht fieberhaft nach Wegen, die Kosten zu drücken. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" fordert GM von den Mitarbeitern, auf Lohnerhöhungen im Gesamtwert von bis zu 1,1 Mrd. EUR im laufenden Jahr zu verzichten.

"Ich kann bestätigen, dass das Unternehmen an uns herangetreten ist, um zu eruieren, ob wir zu Verhandlungen bereit sind", sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild, der im Opel-Aufsichtsrat sitzt. "Wir haben geantwortet, dass wir keine Veranlassung zu Verhandlungen sehen." Es gibt einen bis 2014 geltenden Vertrag, der auch vom GM-Management unterzeichnet ist.

Laut Opel steht eine neuerliche Sparrunde bei den Löhnen der 40 000 Mitarbeiter in Europa nicht zur Diskussion. Es gehe lediglich um die Ausgestaltung des Sanierungsbeitrags, dem die Arbeitnehmer 2010 zugestimmt hätten. Damals war vereinbart worden, dass die Beschäftigten bis 2014 jährlich einen Beitrag von 265 Mio. EUR zur Rettung des Herstellers leisten. dpa