Stuttgart / DPA

Der IT-Dienstleister Bechtle hat sich trotz eintrübender Konjunkturaussichten für das Jahr 2019 ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Verlauf der ersten Wochen des aktuellen Geschäftsjahres stimme ihn zuversichtlich, die ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz am Freitag in Stuttgart. Umsatz und Ergebnis sollen demnach über zehn Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr legte das Unternehmen mit inzwischen über 10 000 Mitarbeitern beim Gewinn unter dem Strich um fast ein Fünftel auf 137,1 Millionen Euro zu.

Die Aktionäre sollen mit einer von 90 Cent auf 1,00 Euro erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Das im M-Dax notierte Unternehmen legte im vergangenen Jahr auch dank seiner Zukäufe zu. Insgesamt wurden sechs Unternehmen gekauft. Unter anderem wurde das französische Unternehmen Inmac Wstore übernommen. Es ist der nach Unternehmensangaben größte Zukauf in der Firmengeschichte. Olemotz kann sich weitere Übernahmen vorstellen. Sie sind auch notwendig, um das angestrebte Ziel von Erlösen in Höhe von zehn Milliarden Euro im Jahr 2030 zu schaffen.

Zuletzt machte der Dienstleister, der Firmen beim Einrichten und Managen ihrer Informationstechnologie hilft und einen Online-Shop für Produkte betreibt, 2018 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro. Das war ein Plus um 21,1 Prozent.

Vom 1. April an werden gut 350 bisherige IBM-Leute für den IT-Dienstleister aus Neckarsulm arbeiten, wie Bechtle nach monatelangen Verhandlungen am Mittwoch mitgeteilt hatte. Die Mitarbeiter, die entweder direkt bei Kunden oder an deutschen IBM-Standorten eingesetzt sind, sollen ihre Arbeit wie gewohnt fortführen. Sie sind den Angaben zufolge mit Design, Beratung und Betrieb von IT-Anwendungen und Rechenzentren befasst. 2005 waren gut 100 IBM-Beschäftigte zu Bechtle gewechselt, 2013 dann gut 50.

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