Stuttgart / DPA  Uhr

Die umstrittene Entscheidung des Bundes, Münster und nicht Ulm zum Standort für die Batterieforschung zu machen, ist heute Thema im Landtag. Die oppositionelle SPD hat eine Debatte beantragt mit dem Titel „Karliczek bootet Baden-Württemberg aus – die Standortentscheidung zur Batteriezellenforschung muss revidiert werden“. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte Münster in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag gegeben. Damit hadert das Land Baden-Württemberg.

Brief von Hoffmeister-Kraut an Karliczek

Die grün-schwarze Regierung in Stuttgart ist noch immer sauer, dass Batterieforschung künftig in Münster und nicht in Ulm stattfindet. Sie fordert vom Bund eine Erklärung.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) brachte in einem Brief an Karliczek ihre Zweifel am Zuschlag für Münster zum Ausdruck - etwa mit Blick auf die Kompetenzen und die Kapazitäten von Münster in der Batterieforschung. Zudem bat sie Karliczek, sich im Bund bei noch laufenden Ausschreibungsverfahren für Baden-Württemberg einzusetzen. „Forschungsexzellenz und industrielle Wertschöpfung in Deutschland lassen sich nur erhalten, wenn wir gemeinsam und an der richtigen Stelle etwas dafür tun“, heißt es in dem Brief vom Dienstag. Ziel müsse es sein, sehr schnell eine konkurrenzfähige industrielle Massenfertigung von Batteriezellen in Deutschland aufzubauen.

Batteriezellen gelten als Schlüsseltechnologie für die E-Mobilität. Die Bundesregierung will in der Batterietechnologie im internationalen Wettbewerb aufholen und kurbelt die Forschung mit 500 Millionen Euro an - Geld, das nun nach Nordrhein-Westfalen fließt.

Das könnte dich auch interessieren:

Im Saarland hat sich ein Temposünder erfolgreich gegen ein Bußgeld gewehrt. Der beanstandete Blitzer steht auch in Baden-Württemberg.

Einer der größten Milchbauern in Bayern soll seine Kühe schwer misshandeln. Das Fleisch der kranken Tiere soll zudem in die Lebensmittelkette gelangt sein. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.