Daimler Autobauer sieht höhere Rechtsrisiken

Sein Verdienst wächst infolge sehr guter Zahlen: Dieter Zetsche.
Sein Verdienst wächst infolge sehr guter Zahlen: Dieter Zetsche. © Foto: dpa
Stuttgart / - 14.02.2018

Der Daimler-Konzern legt angesichts einer Viezahl von Gerichtsverfahren mehr Geld auf die hohe Kante. Die sogenannten Rückstellungen erhöhte sich um rund 16 Prozent auf annähernd 14 Mrd. €. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Geschäftsbericht des Stuttgarter Autokonzerns hervor. Daimler begründet dies mit den gestiegene Verpflichtungen aus Absatzgeschäften, Garantierückstellungen sowie auf Rückstellungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren. Dabei spielen auch Schadenersatzklagen von Spediteuren im Zuge des aufgedeckten Lkw-Kartells eine Rolle.

Der Geschäftsbericht listet zudem die Vergütung des Vorstandes auf. Demnach erhält Vorstandschef Dieter Zetsche 8,6 Mio. € für das Jahr 2017 – und damit 1 Mio. € mehr als für das Jahr davor. Die Vergütung für den gesamten Daimler-Vorstand beträgt 35 Mio. €, 3,2 Mio. € mehr als für 2016. Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Teilen zusammen, die sich auch am operativen Gewinn des Dax-Konzerns, am Erreichen festgelegter Ziele und diversen anderen Faktoren orientieren und auch nicht auf einen Schlag, sondern über mehrere Jahre hinweg ausgezahlt werden. Dadurch kann sich der Wert noch ändern.

Vor knapp zwei Wochen hatte Zetsche Rekordzahlen für 2017 vorgelegt. Daimler steigerte den Gewinn vor Zinsen und Steuern um 14 Prozent auf 14,7 Mrd. €. In der Folge erhalten die Tarifbeschäftigten in Deutschland eine Sonderzahlung von 5700 € und die Aktionäre eine auf 3,65 € erhöhte Dividende je Aktie. Dem muss die Hauptversammlung im April  noch zustimmen.