Hamburg Aurubis: Spartenverkauf an Wieland nicht mehr wahrscheinlich

Eine Rolle mit Kupfer-Gießwalzdraht steht in einer Halle des Kupferkonzerns Aurubis in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa
Eine Rolle mit Kupfer-Gießwalzdraht steht in einer Halle des Kupferkonzerns Aurubis in Hamburg. Foto: Bodo Marks/dpa © Foto: Bodo Marks
Hamburg / DPA 10.10.2018

Wegen wettbewerbsrechtlichen Gegenwinds wachsen beim Kupferkonzern Aurubis die Zweifel am geplanten Verkauf seiner Flachwalz-Sparte an die Wieland-Werke. Laut der EU-Kommission ist eine Freigabe des Geschäfts unter den vorgeschlagenen Zusagen unwahrscheinlich, wie der Konzern am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Nötig seien wohl weitere Zugeständnisse von Wieland, die im Kaufvertrag so aber nicht vorgesehen seien. Daher sei der Verkauf nun nicht länger „überwiegend wahrscheinlich“, resümierte Aurubis.

Die EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken wegen einer möglicherweise zu großen Marktmacht zulasten der Verbraucher. Sie hatten die Prüffrist für den Spartenverkauf erst zum Wochenbeginn abermals verlängert und wollen sich nun maximal bis Mitte Januar Zeit lassen.

Die Wieland-Werke werden laut Aurubis bei der EU-Kommission weiterhin auf eine Freigabe hinarbeiten. Aurubis will das unterstützen, hat sich aber bereits nach Alternativen für das Geschäft mit Flachwalz-Produkten umgeschaut. Den Aurubis-Aktionären schmeckte die Unsicherheit nicht: Die Aktie gab am Mittwoch zunächst nach.

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