Berlin Arbeitslosigkeit im Osten halbiert

Berlin / DPA 16.09.2014

In zehn Jahren ist die Arbeitslosigkeit im Osten um die Hälfte gesunken. Holt der Osten den Westen bald ein? Forscher sind da auch ein Vierteljahrhundert nach der Wende skeptisch. Der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland stehe aber weiterhin vor großen Herausforderungen. Unternehmen müssten sich stärker international öffnen, Regierungen wettbewerbsfähige Branchen und Standorte gezielter fördern, sagte der Direktor des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.

Seit 2005 habe sich die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland halbiert - von 18,7 Prozent auf 9,4 Prozent. Westdeutschland lag bei 6 Prozent. Wie zur DDR-Zeit seien mehr Frauen erwerbstätig als im Westen. Viele Ostdeutsche fanden aber keine Vollzeitstelle oder eine tarifliche Beschäftigung, wie der Soziologe Klaus Dörre hervorhob.