Erstmals seit dem Jahr 2007 sinkt die Zahl der Krankmeldungen in deutschen Unternehmen. 2012 kamen im Schnitt 1,33 Mio. Beschäftigte (3,5 Prozent) wegen einer Erkrankung nicht zur Arbeit. 2011 waren es noch 1,38 Millionen (3,7 Prozent), berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Trotzdem liege der Anteil der erkrankten Beschäftigten immer noch höher als im Krisenjahr 2009.

Die Arbeitnehmer fehlten der Studie zufolge 2012 im Schnitt auch kürzer als im Jahr davor: Kamen auf jeden der 37,1 Mio. Beschäftigten im Schnitt 9 Krankheitstage, so waren es 2011 noch 9,5. Den aktuell Trend begründen die IAB-Forscher mit der abflauenden Konjunktur. Sie meinen, dass Beschäftigte aus Sorge um ihren Arbeitsplatz auch noch mit einer leichteren Erkältung zur Arbeit gingen, statt sich zu Hause auszukurieren.