Kaufpreis von 162 Millionen Aareal Bank will Düsseldorfer Hypothekenbank kaufen

Noch ist die Düsseldorfer Hypothekenbank Eigentum des Bundesverbands deutscher Banken. Foto: Martin Gerten
Noch ist die Düsseldorfer Hypothekenbank Eigentum des Bundesverbands deutscher Banken. Foto: Martin Gerten © Foto: Martin Gerten
Wiesbaden/Düsseldorf / DPA 11.09.2018

Der Gewerbeimmobilien-Finanzierer Aareal Bank will die Düsseldorfer Hypothekenbank übernehmen. Der Kaufpreis für das Institut, das derzeit abgewickelt wird und noch Eigentum des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ist, betrage rund 162 Millionen Euro.

Das teilte die im MDax notierte Aareal Bank in Wiesbaden mit. Über die Übernahme war seit längerem spekuliert worden, sie soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

Da der Kaufpreis unter dem derzeit rechnerischen Wert der Bank liegt, werde die Übernahme den Gewinn 2018 um rund 52 Millionen Euro erhöhen, hieß es. Das Betriebsergebnis 2019 würde dagegen voraussichtlich in sehr niedriger zweistelliger Millionenhöhe belastet.

Mit der geplanten Transaktion verbinde die Aareal Bank keine weitergehenden strategischen Absichten, sagte Konzernchef Hermann Merkens. „Die Düsseldorfer Hypothekenbank befindet sich unter der Regie ihres bisherigen Eigentümers bereits seit 2015 in einem Prozess des geordneten Rückbaus und ist nicht mehr mit Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung am Markt aktiv.“

Ende Juni habe sich das Kreditvolumen auf 553 Millionen Euro belaufen. Unter dem Dach der Aareal Bank würde der geordnete Rückbau konsequent fortgesetzt. Bei einer Übernahme 2018 würde sich der Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2018 niederschlagen, hieß es. Für diesen Fall rechne die Bank mit einem Konzernbetriebsergebnis zwischen 312 Millionen und 352 Millionen Euro. Bislang hatte sie ein operatives Ergebnis zwischen 260 und 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Düsseldorfer Hypothekenbank war im Zuge der Turbulenzen um die einstige österreichische Skandalbank Hypo Alpe Adria in Nöte geraten. Sie beschäftigte zuletzt rund 60 Mitarbeiter und kam im vergangenen Jahr auf eine Bilanzsumme von etwa 4 Milliarden Euro.

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